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Bücher
zum Thema Svalbard
und Arktis

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Obwohl es bewölkt ist, herrscht ein faszinierendes arktisches Licht. Die Landschaft präsentiert sich in dezenten Farbtönen. Vorherrschend sind die Farben Grau, Anthrazit, Türkis und natürlich Weiß. Die sehr klare Luft macht es schwer, Entfernungen richtig abzuschätzen. Dreizehenmöwen und Eissturmvögel umkreisen das Schiff. Die Szenerie beeindruckt durch ihre Schönheit.

Wir stehen stundenlang an Deck, um ja nichts zu versäumen. Viele Augenpaare blicken aufmerksam in ein Gewirr aus zusammengeschobenen Eisschollen. Es ist schwierig, in dieser bizarren Eislandschaft einen Eisbären auszumachen. Von Zeit zu Zeit begegnen uns auf dem Eis liegende Robben, die sofort in das sichere Wasser abtauchen. Am späten Nachmittag ertönt plötzlich der Ruf "Polarbär!!". Der Beobachter hoch oben im Krähennest des Schiffes hat den Bären entdeckt. In einiger Entfernung schaut er hinter aufgetürmtem Eis hervor. Dem Kapitän gelingt es, sich mit dem Schiff durch das Eis an den Bären heranzuarbeiten. Wir genießen es minutenlang, den König der Arktis aus der Nähe zu beobachten. Schwimmend und über Eisschollen laufend, entfernt sich der Bär langsam, ohne sich um das Schiff zu kümmern. Die Erlebnisse mit dem Eisbären sind für alle ein unvergeßlicher Höhepunkt der Reise.

Am nächsten Tag erreichen wir an der Westküste den landschaftlich besonders reizvollen Hornsund mit seinen vielen Seitenfjorden. Eine atemberaubende Kulisse mit Gletschern und schneebedeckten Bergen umgibt uns. Wir erleben einen schönen Tag mit Sonne und blauem Himmel. Nach dem Abendessen geht es mit den Schlauchbooten zur Küste. An einem Lagerfeuer genießen wir die herrliche Natur und als Abschiedsgeschenk der Besatzung einen selbstgemachten Punsch.

In einer kleinen Bucht in der Nähe halten sich zahlreiche arktische Nonnen- und Ringelgänse auf. Gegen Mitternacht geht es zurück zum Schiff. Von Westen her zieht bereits dunkel eine Schlechtwetterfront heran. Der Anker wird gelichtet und es geht gegen einen starken Wind hinaus aus dem Hornsund. Der Bug des Schiffes schlägt wieder hart auf die Wellen.

Christoph Becker

Wer sich für eine derartige Reise interessiert, kann zum Beispiel Kontakt mit der in Longjearbyen ansäßigen Firma
Svalbard Polar Travel aufnehmen.

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