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Traumland Namibia
Namibia, im Süden Afrikas gelegen, ist zweimal so groß wie die Bundesrepublik. Menschen vieler Bevölkerungsgruppen, riesige Wüstengebiete, den weltberühmten
Etoscha-Nationalpark, der zweitgrößte Canon der Welt, das sind nur einige Highlights, die Namibia zu bieten hat.. Namibia ist seit 1990 unabhängig. Die Spuren der deutschen Kolonialzeit sind mit deutschen Straßen-
und Ortsnamen allgegenwärtig. Die offizielle Landessprache ist Englisch, viele Namibier sprechen auch Deutsch.
Ausgangspunkt einer Namibiareise ist die Landeshauptstadt Windhoek. Dort übernimmt man gleich nach der Ankunft am Flughafen seinen
Mietwagen und startet zu einer individuellen Entdeckungstour durch das Land. Es ist praktisch, aber nicht unbedingt notwendig, sich bereits von einem Reisebüro in Deutschland eine Tour zusammenstellen zu lassen.
Überraschungen mit ausgebuchten Lodges während der Hauptreisezeiten bleiben einem aber so erspart. Wer mit Auto und Dachzelt unterwegs ist, braucht sich nicht um Vorbuchungen zu kümmern.
Der berühmte Etoscha-Nationalpark im Norden Namibias ist in vierstündiger Fahrt gut über eine ausgebaute Teerstraße zu erreichen. Um
die faszinierenden Begegnungen mit der afrikanischen Tierwelt richtig genießen zu können, sollte für den Nationalpark reichlich Zeit zur Verfügung stehen. In Etoscha gibt es drei staatliche Quartiere in denen man
bei rechtzeitiger Buchung unterkommen kann. Diese Rastlager sind einfach und zweckmäßig ausgestattet. Nachts lassen sich an beleuchteten Wasserstellen auch Tiere beobachten.
Gespannt und voller Erwartung ging es am ersten Tag los. Schon nach der ersten frühen Pirschfahrt waren wir begeistert. Tiere, die man
sonst nur im Zoo erlebt, in freier Wildbahn zu sehen, ist sehr beeindruckend. Im Laufe des Tages kommt es immer wieder zu überraschenden und beeindruckenden Tierbegegnungen. Stundenlang beobachten wir später ein
Wasserloch. In mehreren Beobachtungsstunden lassen sich dort viele Tierarten blicken, um Wasser aufzunehmen. Giraffen, Elefanten, Zebras, Antilopen und viele andere Arten. Es wird ”Winter” in Namibia und die
Temperaturen sind mit ca. 30 Grad relativ mild. Da man das Auto im Nationalpark nicht verlassen darf, sollte man es sich so gut wie möglich mit Getränken und Verpflegung bei weit geöffneten Fenstern im Wagen bequem
machen. Schatten ist Mangelware, man braucht sich dafür als Mitteleuropäer aber wirklich nicht über schlechtes Wetter zu beklagen.
Ziel unseres Abstechers an die Küste Namibias ist eine riesige Kolonie von Seebären in der Nähe von Hentjesbay. Bis zu
einhunderttausend Tiere sind dort auf engstem Raum versammelt. Ein ziemlicher Lärm herrscht in der Kolonie, aber der Besuch dort ist unvergeßlich. Wieder staunt man über den starken Kontrast von Wüste und tosendem
Atlantik.
Als nächster Naturhöhepunkt steht die Wüste Namib auf unserem Programm. Die älteste Wüste der Welt erstreckt sich mit einer Breite von
bis zu 160 Kilometern die ganze namibische Küste entlang. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt hier kaum über 50 Millimetern pro Jahr! Vom Küstenort Swakopmund aus sind mehr als vier Stunden ”Ritt” über
teilweise sehr schlechte Pisten und durch einsamste faszinierende Landschaften bis nach Sesriem zu bewältigen. Von Sesriem aus sind es dann nur noch ca. 60 Kilometer bis zu den berühmten Dünen von Sossusvlei, die
einfach zum absoluten Pflichtprogramm einer Namibiareise gehören. In Sesriem kann man zelten oder aber bei üppig ausgestatteter Reisekasse in der schönen Karos Lodge Quartier nehmen. Die Anlage ist architektonisch
und farblich sehr harmonisch der Wüstenlandschaft angepaßt. Man übernachtet in komfortablen Zeltbauten. Ein reichhaltiges Buffet wird jeden Abend unter dem schönsten Sternenhimmel aufgebaut, den ich je gesehen habe.
Nachts kühlt es sich von den ”winterlichen” 34 Grad im Schatten auf unter 10 Grad ab. Doch keine Angst, schon um kurz nach neun Uhr am Morgen werden sie wieder verzweifelt nach Schatten suchen. Deshalb, frühzeitig
raus zu den wunderbaren höchsten Dünen der Welt. denn das Licht und die Farben sind dann einfach umwerfend und unvergeßlich schön. Erklimmen sie ruhig eine der Dünen und schauen sie von dort oben auf ein endloses
Meer aus Sand. Schenken sie kleinen Geckos auf den Dünen ihre Aufmerksamkeit, die wie viele andere Tier- und Pflanzenarten gut angepaßt in dieser so unwirtlichen Gegend überleben können. Beobachten sie
Oryxantilopen oder die riesigen eigenartigen Strauße. Lassen sie sich faszinieren von diesem einmaligen Land.
Christoph Becker
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