Müritz Nationalpark
Landschaft von ganz besonderem Reiz
(be) Die Landschaften des Müritz Nationalparkes sind unspektakulär, aber trotzdem von besonderem Reiz. Der 1990 gegründete Nationalpark hat allerdings noch einen langen Weg vor sich, um dem Nationalparkmotto „Natur Natur sein lassen“ gerecht zu werden. Trotzdem sind in diesem Nationalpark schon heute unvergessliche Naturerlebnisse möglich, die das Herz jedes Naturfreundes höher schlagen lassen. Dazu zählen vor allem die Vogelbeobachtungen. Kraniche, Gänse, riesige Entenansammlungen und Greifvögel können hier gut beobachtet werden.
65 Prozent der 318 Quadratkilometer großen Nationalparkfläche sind Wälder, 12 Prozent Seen. Die restlichen Flächen verteilen sich auf Moore, Wiesen und Weiden und einen kleinen Teil sonstiger Flächen. 100 Seen gibt es im Nationalpark, die Müritz ist mit 117 Quadratkilometern das weitaus größte Gewässer. Weiter östlich, räumlich getrennt vom Teilgebiet Müritz des Nationalparks liegt das Teilgebiet Serrahn mit einer bemerkenswerten Naturausstattung.
Der Müritz-Nationalpark besitzt für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine große Bedeutung. Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse leben im Schutzgebiet 54 Säugetierarten, 215 Vogelarten, 16 Reptilien- und Amphibienarten, 26 Fischarten, 650 Schmetterlingsarten, 171 Laufkäferarten, 51 Libellenarten, 23 Heuschreckenarten 193 Spinnenarten, 910 Gefäßpflanzenarten, 749 Pilzarten, 131 Moosarten, 167 Flechtenarten und 17 Arten der Armleuchteralgen
Erfolgreiche Greifvögel
Fischadler und Seeadler sind im Nationalparkgebiet allgegenwärtig und bringen meistens mit gutem Erfolg ihre Jungen hoch. Im Jahr 2008 wurden 31 junge Fischadler großgezogen, die Seeadler waren mit 9 Jungen im Vergleich zu 14 im Vorjahr nicht ganz so erfolgreich. Der Müritz Nationalpark leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Wiederausbreitung der genannten |
Greifvogelarten. Beide Adlerarten lassen sich im Park gut beobachten. Ein gutes Fernglas sollte man dabei haben. In Federow beobachtet in jedem Jahr eine Fernsehkamera das Familienleben eines auf einem Hochspannungsmast brütenden Fischadlerpaares. Man kann hautnah dabei sein, wenn die Jungen gefüttert werden oder die ersten Flugversuche unternehmen. |
Morgenstimmung am Hofsee bei Speck
Speck und Umgebung
Mitte im Nationalpark liegt das kleine Dorf Speck. Es gehört zur Gemeinde Kargow und ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Aufenthalt im Müritz Nationalpark. Der Ort Speck besteht nur aus wenigen Häusern, einer klassizistischen kleinen Kirche und einem alten Schloss. Der Schlosspark mit seinen alten Bäumen ist besonders sehenswert und fotogen. In Speck und Umgebung haben wir zum Beispiel viele Feldgrillen gefunden. Diese stark bedrohte Art aus der Familie der Echten Grillen liebt sonnige Wiesen und Heiden. Das laute Zirpen der Insekten ist weit zu hören. Die Männchen sitzen dabei vor den selbstgegrabenen Höhlen, ziehen sich aber bei Störungen schnell zurück.
Von Speck aus kann man wunderbare Spaziergänge um den Mühlensee, zum Priesterbäckersee und auch zum Käflingsberg mit seinem Aussichtsturm machen. Kraniche, Fischadler, Seeadler und viele andere Arten lassen sich bequem beobachten. Mit eigenen oder gemieteten Fahrrädern lässt sich die weitere Umgebung gut erkunden und man vermisst sein Auto nicht, weil man die Ruhe einfach so am besten genießen kann. >> weiter
Blick auf den Müritzsee
Feedback zum Müritz Nationalpark
1 Kommentar
15.05.2009
17:46
Jürgen02
Der Warnker See ist ein großartiges Erlebnis. Auch die Morgenstimmung bei Nebel sollte man einmal mitnehmen.
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