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Der Harz

Natur, Kultur und Mythen

Neues Buch von Armin Maywald

Ein neuer Bildband über den Harz ist im November 2008 erscheinen. Das Buch des Bremer Fotografen und Autoren Armin Maywald will umfassend in Wort und Bild über den gesamten Harz informieren. Über einen Zeitraum von sieben Jahren war er im Harz unterwegs, um neben den bekannten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen auch Unbekanntes, mitunter gar Neues zu fotografieren und zu beschreiben.

Armin Maywald ist Biologe. Seit fast 30 Jahren macht er sich weltweit einen Namen als Naturfotograf und Autor. Seine Arbeiten erscheinen in zahlreichen Zeitschriften und Büchern. Darüber hinaus ist er durch zahlreiche Naturfilmproduktionen bei verschiedenen Fernsehsendern kein Unbekannter mehr.

Eigentlich hat Armin Maywald eine Vorliebe für „nasse Themen“, Wale, Delphine und Robben locken ihn bis an die entfernten Küsten Nord- und Südamerikas. Und nun also der Harz! Was reizt ihn, den Weitgereisten am nördlichsten Mittelgebirge? Zunächst einmal, das es nicht allzu entfernt liegt von Bremen, seiner Wahlheimat. „Das gibt mir die Möglichkeit, in einem bekannten und viel besuchtem Gebiet wie dem Harz viel intensiver und gründlicher als im Ausland zu recherchieren und dabei Unbekanntes, mitunter gar Neues zu entdecken.“ Und das kostet eben Zeit, erst recht, wenn alles in aussagekräftige Bilder verpackt werden soll.

Allein sieben Jahre hat Maywald für Recherche und die Produktion der Fotos gebraucht. Heraus gekommen ist ein Bildband der besonderen Art, in dem Erkenntnisse vieler Fachdisziplinen zusammen fließen. Heraus gekommen ist eine ungewöhnliche Vielfalt an Sehenswürdigem, neben klassischen Themen wie den mittelalterlichen Altstädten von Goslar, Wernigerode und Quedlinburg und anderen Städten auch fast Vergessenes wie die Höhlenwohnungen von Langenstein, Unbekanntes wie die Vitriole aus dem Rathstiefsten Stollen im Bergbaumuseum Rammelsberg, weltweit Einmaliges wie Fotos und Forschungsergebnisse aus der Lichtensteinhöhle, die Zwergenlöcher genannten Quellungshöhlen im Gipskarst, alle Besucherhöhlen und vermeintlich Bekanntes wie dem Nationalpark Harz, den er ausführlicher behandelt.

Für Armin Maywald ist der Nationalpark Harz ein anspruchvolles Thema: „Bilder von dunklen Fichtenforsten wollte ich möglichst nicht ins Buch aufnehmen. Mich interessiert, wie der Wald einmal aussehen wird, wenn man die Nationalparkleute machen läßt, nämlich bis 2020 auf fast 60 Prozent der Waldfläche durch geeignete Maßnahmen den Wald umzugestalten und nach und nach der Natur zu übergeben.“ Im Brockenurwald, eine der wenigen naturnahen Waldflächen im Nationalpark wurde er fündig. Dort kann man heute schon erahnen, wie zumindest der Fichtenwald in Zukunft aussehen kann. Über den Nationalpark hinaus nehmen die beiden Naturschutzgebieten Bode- und Selketal breiteren Raum ein, weil sie für Maywald durchaus die Substanz haben, auch einmal als Nationalpark ausgewiesen zu werden.

Der Harzliebhaber und Bundesumweltminster Sigmar Gabriel hat das Vorwort zu dem Bildband verfaßt.

Das Werk hat 136 Seiten Umfang, das Format 21,5x28 cm und enthält über
200 Farbfoto. Es ist im November 2008 im Tecklenborg Verlag in Steinfurt erschienen und kostet im Buchhandel 24,50 €.
ISBN: 3-939172-35-9 , EAN: 9783939172352

Homepage von Armin Maywald